Nachgeschaut. Wenn Familie Hilfe braucht.
Familie hat einfach zu funktionieren. Aber so einfach ist das nicht. Es gibt Lebenslagen, die Familien aus der Spur tragen. Trennung, Krankheit, persönliche Krisen. Bis klar wird: Alleine schaffen sie das nicht mehr. Wenn Familie Hilfe braucht. Das war Thema bei Nachgeschaut am 23. Februar 2026 in Rai Südtirol. Wir haben nachgefragt: Wann wird es so schlimm, dass Kinder gehen müssen? Und wie sieht Hilfe aus, damit Kinder bleiben dürfen?
300 Kinder und Jugendliche sind derzeit in Südtirol fremduntergebracht, d. h. sie leben vorübergehend von ihrer Herkunftsfamilie getrennt. 50 Kinder wohnen im Südtiroler Kinderdorf in Brixen. Seit 70 Jahren nimmt das Kinderdorf Kinder und Jugendliche auf. Die Bozner Regisseurin Angelika König hat darüber ein filmisches Porträt gemacht und ist so auch neuen Formen der Familienarbeit auf die Spur gekommen. In Lebenslinien zeichnet sie die Entwicklung des Kinderdorfs nach, von der Kinderdorfmutter zum Team aus Erziehern und Therapeutinnen, von der Ersatzfamilie zum Prinzip der Prävention.
Talk-Gäste waren: Kinderdorf-Präsidentin Sabina Frei, Jugendrichter Benno Baumgartner, Dieter Burger, Leiter der Ambulanten Familienarbeit bei EOS, und Michael Reiner, Leiter der Jugendberatung Young+Direct. Im Interview: Heinz Senoner, Kinderdorf-Direktor 2012 bis 2020, und eine junge Frau aus dem Kinderdorf. Gabriele Crepaz hat moderiert. Live aus dem Ansitz Thalhofer, der zum Südtiroler Kinderdorf gehört.
Die ganze Sendung zum Nachschauen gibt’s hier.







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